Schwanger ... und noch Fragen?

... zu Mutterschutz, Mutterschaftsgeld, Elternzeit, Elterngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag, Stiftungen und Fonds, Arbeitslosengeld II.

Ein Informationsabend für werdende Mütter und Väter über finanzielle und soziale Hilfen vor und nach der Geburt.

Isolde Prochnau
Termine: 23.01., 27.03., 17.07 und 20.11.2017, jeweils Montag, 18.30 Uhr in der Beratungsstelle

In Zusammenarbeit mit der OSK-Elternschule

Termine: 18.05. und 28.09.2017, jeweils Donnerstag, 18.30 Uhr
Ort: OSK-Elternschule im Heilig-Geist-Spital, RV

Anmeldung nicht erforderlich.

Vertrauliche Geburt

Am 1. Mai 2014 ist das neue "Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt" in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz werden Frauen unterstützt, die sich in der Schwangerschaft in einer schweren persönlichen Krise befinden und ihre Mutterschaft geheim halten oder verdrängen.

Das Gesetz soll das Risiko von heimlichen Geburten außerhalb von medizinischen Einrichtungen reduzieren und verhindern, dass neugeborene Kinder getötet oder ausgesetzt werden. Im Gegensatz zur Babyklappe ermöglicht den Frauen dieses Gesetz innerhalb eines rechtlich legalen Rahmens ihr Kind zu entbinden.

Betroffene Frauen erhalten ein Pseudonym und können ihr Kind sicher in einer Klinik oder bei einer Hebamme auf die Welt bringen. Gleichzeitig wird das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft gestärkt. Dieses Wissen ist für jeden Menschen zur Identitätsfindung von zentraler Bedeutung und vom Bundesverfassungsgericht als Grundrecht anerkannt. Den Herkunftsnachweis kann das Kind in der Regel mit 16 Jahren einsehen.

Die persönliche Beratung und Begleitung der vertraulichen Geburt erfolgt im Landkreis Ravensburg in der Beratungsstelle Grüner Turm, Ravensburg und der Katholischen Schwangerschaftsberatung der Caritas Bodensee-Oberschwaben.
De Beratungsstellen nehmen eine Vermittlungsposition ein und bilden die Schnittstelle zu Hebammen und Kliniken, dem zuständigen Jugendamt, dem Familiengericht und dem Standesamt.

Alle beteiligten Stellen haben sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt.

Zusätzlich gibt es ein bundesweites Hilfetelefon, das rund um die Uhr unter 0800-4040020 und in verschiedenen Sprachen erreichbar ist, sowie die Möglichkeit einer anonymen Beratung per Mail und Chat: www.geburt-vertraulich.de

Beratungsstelle unterwegs

Beratungsstelle unterwegs
Beratungsstelle unterwegs

Auf Anfrage von Schulen und Jugendgruppen kommen wir in den Unterricht oder zu Projekt- und Aktionstagen mit diesen Themen:

  • Verliebtsein – Sexualität – Verhütung
  • Ungeplante Schwangerschaft – Umgang mit dieser Konfliktsituation
  • Vorstellung der Beratungsstelle

Im Gepäck haben wir neben unterschiedlichen Methoden und Medien jede Menge Infos und Tipps sowie Verhütungsmittel zum Anschauen.

 

 

 

 

Spendenbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie in den vergangenen Jahren wenden wir uns auch in diesem Jahr wieder mit der Bitte um Unterstützung an Sie.

Bei hoher Auslastung kamen in den letzten Jahren neue Aufgabenbereiche wie Pränataldiagnostik, Frühe Hilfen oder Vertrauliche Geburt dazu. Diese Bereiche erfordern zusätzlich Fortbildung, Einarbeitung, Zeit für Kooperationen.

In der Schwangerenberatung sind es u.a. die schwangeren Flüchtlingsfrauen, die uns 2016 vor neue Herausforderungen stellen. Es ist gelungen, Dolmetscherinnen für arabisch und persisch zu finden. Mit dieser Hilfe kann das Gespräch aufgenommen werden, um unsere Möglichkeiten der Schwangerschaftshilfe, aber auch unsere Struktur der Vorsorge und Hebammenbetreuung, der Geburtshilfe und der Hilfen für Mutter und Kind nach der Geburt zu vermitteln.

Insbesondere die Wohnsituation der Flüchtlinge ist für Schwangere eine außerordentliche Belastung. In der Erstunterbringung in den Notunterkünften und Hallen war die Situation stark belastend. Im Landkreis ist es gelungen, schwangere Frauen mit ihren Familien vorrangig und beschleunigt in besser geeigneten Unterkünften unterzubringen. Aber auch in den Sammelunterkünften und Containern ist die Belastung durch gemeinsam genutzte Sanitäranlagen und Küchen, durch fehlende Intimität für Schwangere besonders hoch.

Wir bemühen uns, durch finanzielle Unterstützung, Information und Beratung die Situation zu erleichtern und mehr Sicherheit in der fremden Umgebung zu geben.

Über Ihre Unterstützung unserer Arbeit freuen wir uns sehr und danken Ihnen herzlich.

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Brobeil-Wolber

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